25. August 2021 | NetZwerg

Vom Bäckerssohn zum Pizzabäcker: Wie Christoph zum Pizzaexperten wurde

Wenn irgendetwas das Interesse von unserem Azubi Christoph weckt, dann kann er ziemlich hartnäckig werden. Mit dem klaren Ziel vor Augen setzt er sich dann so lange mit der Thematik auseinander, bis er ein umfassendes Verständnis dafür entwickelt hat. Dass durch seine Neugier und Beharrlichkeit ein perfekter Pizzateig entstehen würde, hätte er vor ein paar Jahren auch noch nicht gedacht. Doch die Pizza-Fotos, die Christoph letztens in unserem Social Intranet gepostet hat, waren so überzeugend für uns, dass wir unbedingt von ihm wissen wollten, wie er zum Experten für den italienischen Klassiker geworden ist.

Christoph ist einer der aktuellen Azubis bei NetFed und begann seine Ausbildung 2019 eher durch Zufall bei uns. Er hatte vorher bereits als studentische Hilfskraft für uns gearbeitet, aber weil sein sozialwissenschaftliches Studium nicht mehr das hergab, was er sich erhoffte, suchte er nach einer neuen Herausforderung. Deswegen nahm er Kontakt mit seinem ehemaligen Mitschüler Phillip auf, der damals gerade seine Ausbildung bei NetFed beendete. „Ich fragte einfach, ob es noch eine Option gab, bei NetFed als Azubi zu starten.“ Und tatsächlich: Wenig später begann Christoph als Auszubildender zum IT-Systemkaufmann bei uns in Sürth.

Das war vor zwei Jahren. Vor 1,5 Jahren ist NetFed fast zu 100 % ins Homeoffice gegangen und auch unsere Azubis setzten ihre Ausbildung von zuhause aus fort. Wie sie damit umgehen und was das für die Ausbildung bedeutet, haben die beiden uns hier schon einmal erzählt.  

Für Christoph hieß die Umstellung ins Homeoffice auch, dass er täglich ziemlich viel Fahrtweg einsparen konnte. Mehr Zeit also für Dinge, die ihn neben der Arbeit interessieren. 

Mit viel Zeit zur perfekten Pizza Margherita

„Wenn ich Interesse für etwas habe, arbeite ich mich einfach da rein!“ So hat er sich Gitarre, Bass und Ukulele spielen beigebracht – mit bemerkenswerter Disziplin. Teilweise spielte Christoph täglich vier Stunden Gitarre. Auch das Kochen hat er sich auf diese Weise angeeignet. Sein Vater ist Bäcker, aber eigentlich hat Christoph das Backen nie sonderlich gereizt. Nur Pizza mochte er schon immer gerne, am liebsten selbst gemacht. „Irgendwann fragte ich mich, warum die Pizzen in Italien eigentlich so anders schmecken. Was war der Trick eines italienischen Pizzamachers? Welche Schritte durchläuft ein traditioneller Pizzateig in Italien? Um das herauszufinden, habe ich angefangen, mir alle möglichen Youtube-Videos anzuschauen und Blogbeiträge rund um das Thema Pizzateig zu lesen.“ Das ist inzwischen sieben Jahre her – und Christoph optimiert seitdem sein ganz persönliches Pizzateig-Rezept.  

Bis es zum Belegen kommt, ist schon ziemlich viel Zeit vergangen. Ein guter Pizzateig benötigt viel Ruhe zum Aufgehen.

Genau dieses Rezept hätten wir jetzt natürlich alle gern. Doch leider kann Christoph uns da nicht wirklich weiterhelfen: „Jeder Teig ist anders! Das habe ich von meinem Vater gelernt. Wenn ich meinen Pizzateig backe, folge ich vielmehr meinem Gefühl als einem festen Rezept. Denn letztendlich muss die Konsistenz des Teiges stimmen.“ Wenn der Teig dann einmal die richtige Konsistenz hat, 72 Stunden (!) gegangen und bereit für den Ofen ist, macht sich Christoph meist einfach eine Pizza Margherita. Für ihn ist weniger mehr. Wenn der Teig perfekt ist, braucht es laut ihm gar nicht mehr viel Belag, um den italienischen Klassiker zu genießen.  

Das Ergebnis ist eine knusprig-weiche Pizza Margherita.

DIY – 3 Tipps für einen gelungenen Pizzateig

Ein bisschen juckt es uns ja schon in den Fingern, zuhause diesen perfekten Teig nachzubacken. Ein paar Tipps hat Christoph zum Glück für uns auf Lager:  

Tipp 1 – „Hitze ist alles!“

Wer einen Pizzastein zuhause hat, sollte den auf jeden Fall nutzen. Die Hitze muss direkt an der Pizza ankommen, dann klappt auch das „Leoparding“. So bezeichnet man die schwarzen Flecken, die manchmal vollkommen absichtlich auf dem Pizzarand im Restaurant zu sehen sind.  

Tipp 2 – „Nicht zu viel Hefe verwenden!“

Für vier Pizzen verwendet Christoph 10g frische Hefe, das ist ca. 1/4 von einem Hefe-Block. Dafür muss der Teig dann lange gehen. Das Warten lohnt sich aber – der Teig wird mit der langen Gehzeit einfach deutlich leckerer.  

Tipp 3 – „Auf Qualitätsprodukte achten!“

Lieber weniger Belag, aber dafür das richtige Weizenmehl, gute Dosentomaten mit wenig Wasseranteil und einen hochwertigen Mozzarella auswählen. Wenn man dann noch frische Kräuter über die fertige Pizza streut, ist das minimalistische, aber himmlische Pizzaerlebnis perfekt.  

Na, Hunger?

Für alle, denen das Wasser schon im Mund zusammenläuft: Christoph sagt, Pizza für die ganze NetFed-Crew zu backen, wird schwierig. Aber vielleicht können wir ihn ja überreden, ein Pizzabackevent mit allen Interessierten zu veranstalten. Dabei könnten wir uns sicher noch den ein oder anderen Trick abschauen.  

Als Christoph sein Mittagessen in unserem Social Intranet postet, überschlagen sich die Fragen zu seinem Pizzarezept.

So oder so sind wir ziemlich beeindruckt von Christophs Pizzakunst! Und hoffen, dass er auch in der digitalen Welt während seiner Ausbildung bei NetFed ein paar interessante Dinge entdeckt hat, die seinen Ehrgeiz und seine Neugier gepackt haben.