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Einblick ins Unternehmen & Selbstverständnis

Mit der Suche nach einem neuen Job beginnt für die meisten Bewerber:innen ein neuer Lebensabschnitt. Umso wichtiger ist es, dass der potenzielle Arbeitgeber „Gesicht zeigt“ und echte Einblicke ins Unternehmen gewährt. Schließlich verbringen wir sehr viel Zeit bei der Arbeit: Rund 1.577 Stunden betrug die durchschnittliche Jahresarbeitszeit von Vollzeiterwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2020.3  

Da werden die Corporate Website und vor allem die Karriereseiten zum Aushängeschild. Ähnlich wie im Restaurant bedeutet „We´re open“ dann „Liebe Kandidat:innen, wir zeigen euch gern, was unser Unternehmen ausmacht und was euch erwartet“. So gewinnen am Ende beide Seiten. Denn eine aufrichtige und fachübergreifende HR-Kommunikation zahlt aufs Employer Branding ein und begeistert gleichzeitig Interessierte.  

Dabei ist wichtig, den HR-Bereich prominent zu platzieren und eindeutig zu benennen: Viele Bewerbende erwarten den Menüpunkt in der Hauptnavigation (62 %). Erst danach folgt der Klick in die Sekundärnavigation (22 %) und zum Schluss in den Footer (6 %). Und auch das Naming macht viel aus. Zu „Jobs & Karriere“ wollen gut 60 Prozent der Bewerber:innen navigieren. „Karriere“ (30 %) sowie „Jobs“ (6 %) sind weniger beliebt.4 Hier ist die Chance für Personalverantwortliche, die digitale Candidate Journey bereits vor der vertiefenden Jobsuche zu gestalten. Passt es im nächsten Schritt informationstechnisch, werden aus Leads versendete Bewerbungen. Und später dann die gesuchten Fachkräfte, auf die HR gewartet hat. Doch wie überzeugen Unternehmen heutzutage richtig? 

Mit Offenheit punkten 

In der Geschäftswelt zählt eine glaubhafte Präsentation nach innen und außen. Ob junges Start-up oder etablierter Konzern. Die Ansprüche sind gleich. Dabei spielen das unternehmerische Selbstverständnis und die Haltung eine entscheidende Rolle. Das haben viele Unternehmen erkannt und präsentieren im HR-Bereich die Unternehmenskultur (96 %) sowie Werte (78 %). Auch das Thema „Diversity“ ist für viele Unternehmen eine wichtiger Faktor bei der Gewinnung von Mitarbeiter:innen: 94 Prozent sprechen über Vielfalt. Ein Anstieg um 6 Prozent zum Vorjahr. Inklusion und sexuelle Orientierung (jeweils 64 %) werden zwar auch erwähnt, aber noch nicht detailliert genug herausgestellt. Grundsätzlich zeichnet sich jedoch eine erfreuliche Tendenz ab. Und Bewerbende können schon einmal prüfen, ob die eigenen Standpunkte mit denen des zukünftigen Arbeitgebers übereinstimmen. 

Wo sich die Konzerne noch bedeckt halten: bei der Corporate Story, der Unternehmensstrategie und zur Nachhaltigkeit. Dabei ist es für Kandidat:innen hoch interessant, die Geschichte des Unternehmens kennenzulernen und zu wissen wohin die Reise – insbesondere strategisch – geht.  

Nur die Hälfte aller Konzerne geht auf die Nachhaltigkeitsstrategie ein. Das zentrale Thema der heutigen Zeit. Gerade für die jüngere Generation. Und auch die Corporate Story und Strategie werden kommunikativ beim Recruiting eher vernachlässigt.

Auch im Jahr 2020 war die Strategie lediglich bei 40 Prozent der untersuchten Konzerne auf den Karriereseiten zu finden. Hier können Personalverantwortliche direkt reagieren und Quick Wins für ihre Zielgruppe(n) erreichen. So ermöglichen z. B. eine Verlinkung innerhalb der Corporate Website oder eine smarte Infografik den schnellen Zugang zum strategischen Konzept des Unternehmens. 

Blogs können HR. Echt! 

Zusätzlich zum Karrierebereich bieten ein Unternehmensblog und/oder ein Magazin unglaublich viele Möglichkeiten. Besonders, wenn sie thematisch auf HR zugeschnitten sind. Hier kann sich das Unternehmen von einer anderen Seite informativ und unterhaltsam präsentieren. Und vor allem als fachübergreifender Kommunikator funktionieren. Wie? Indem sich unterschiedliche Ressorts – beispielsweise Unternehmenskommunikation oder Projektgruppen – mit HR „zusammensetzen“ und Themenpläne erarbeiten. Das fördert den innerbetrieblichen Austausch und gibt HR den Extrakick in Sachen Bewerberansprache. Denn ein Blick hinter die Kulissen in der Fertigung ist sicherlich genauso spannend wie die Arbeitsmethoden agiler Beratungsteams. 

Es gibt unzählige Varianten, das Unternehmen mit Geschichten erlebbarer zu gestalten – meist findet dies auf der Website keinen Platz. Hier eignen sich Blogs oder Magazine hervorragend. Bei 42 Prozent der untersuchten Konzerne sind bereits HR-Inhalte im Unternehmensblog integriert. Und 28 Prozent bieten sogar einen speziellen HR-Blog bzw. ein eigenes HR-Magazin an.  

Basisinfos: der Antrieb für einen guten Karrierestart

Auch wenn Homeoffice und Remote Work im Moment auf dem Vormarsch und perspektivisch ganz fester Bestandteil der Arbeitswelt sind, so wollen Bewerbende doch wissen: Wo ist eigentlich das Headquarter vom Konzern? Wo liegen die Wurzeln? Immerhin braucht jede Einheit auch ein Mutterschiff. Doch nur die Hälfte der 50 größten Unternehmen Deutschlands benennt seine Zentrale. Ein Kuriosum, wie wir finden. 

Aspekte wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden ebenfalls zu selten thematisiert. Ein positiver Trend lässt sich zur Digitalisierung am Arbeitsplatz feststellen: Im Gegensatz zum Vorjahr mit 22 Prozent äußern sich 2021 mehr als 50 Prozent der Konzerne zum digitalen Arbeiten. Gemessen an der Bedeutung der Digitalisierung für Unternehmen ist dies aber immer noch deutlich zu wenig.

Insgesamt sind Informationen rund um das Arbeitsumfeld weiterhin ausbaufähig.

Unser Zwischenfazit: Es lohnt sich für HR mehr auf „Basics“ zu setzen und den Kandidat:innen grundlegende Auskünfte zu erteilen. Das ist nicht nur transparent, sondern gibt den Bewerberinnen und Bewerbern ein besseres Gefühl für die zukünftige Arbeitswelt im Wunschunternehmen.  

Zeigt, wie ihr tickt: Standpunkte und Persönlichkeiten hervorheben

Die Devise „Ich lebe, um zu arbeiten“ war gestern. Heute heißt es „Ich arbeite, um zu leben“. Noch nie waren Beruf und Karriere so eng mit dem Privatleben verknüpft. Hier geht es um die ausgewogene Balance. Aber auch um die Zufriedenheit und die Selbstverwirklichung jedes Einzelnen. Der „Meaning of Work Report 2020“5 zeigt, dass deutsche Arbeitnehmer:innen vor allem Spaß am Job haben möchten. Zudem sind das Betriebsklima und die Zusammenarbeit im Team entscheidend – noch vor dem Gehalt. Aber auch Weiterbildungsangebote und Flexibilität am Arbeitsplatz spielen eine wichtige Rolle. Wie sich die Konzerne bei diesen Themen platzieren?

Alle gehen darauf ein: Weiterbildungsoptionen (84 %) sowie Informationen zur Work-Life-Balance (72 %) stehen vor Aussagen zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf (64 %) und individuellen Karrieren (60 %). Für die Kandidat:innen zählen hier besonders konkrete Statements der Arbeitgeber. Diese können das entscheidende „Zünglein an der Waage“ für oder gegen eine Bewerbung sein. 

Was Bewerberinnen und Bewerber sehen wollen, sind echte Menschen mit echten Geschichten. Erfolgreiche Kolleg:innen zeigen durch ihren persönlichen Berufsweg im Unternehmen, welche Entwicklungschancen es gibt. Bei 60 Prozent der Konzerne funktioniert das schon. Doch bei 40 Prozent fehlen Mitarbeiterstorys im Karrierebereich. Welche Unternehmen in Sachen Team-Insights gut aufgestellt sind, demonstrieren die Good Practices.

Auf den Punkt gebracht

Lange bevor Bewerber:innen mit einem HR-Verantwortlichen persönlich sprechen, sind die Corporate Website und die Karriereseiten kommunikative Stellvertreter der Konzerne. In Zeiten der Digitalisierung und Virtualisierung von Recruting-Prozessen – mit all ihren Vor- und Nachteilen – bieten sie erste Einblicke ins Unternehmen. Im Bestfall realitätsnah und bunt. Eine ECHT schwierige Aufgabe. Hier ist nicht nur HR gefragt. Wünschenswert ist das Teamwork sämtlicher Fachbereiche, um das Instrument Internetseite inhaltlich glaubhaft zu bespielen. So entstehen Synergien, die auf die Arbeitgebermarke einzahlen und diese für alle Zielgruppen attraktiv machen – vom Azubi bis zur Führungskraft. 

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