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Berichterstattung & Kennzahlen

Eine regelkonforme und transparente Finanzberichterstattung gehört zu den Kernaufgaben der Investor Relations. Die Darstellung des Geschäftsverlaufs aus dem vergangenen Jahr, samt Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Lagebericht, soll möglichst umfassend und gleichzeitig verständlich sein. Wenn wesentliche Inhalte aus dem Geschäftsbericht zusätzlich ihren Weg auf die Website finden, erhöht das sowohl Transparenz als auch Reichweite. So werden mehr potenzielle Investoren angesprochen und ein Unternehmen kann sich noch detaillierter präsentieren und vom Wettbewerb abheben.

Wichtig ist hierbei, dass die Inhalte auch ansprechend präsentiert werden: Werden neben den wichtigsten Basisinformationen auch Begleitmaterialien geteilt, im besten Fall mit Einsatz von Bewegtbild oder Zitaten? Werden Kennzahlen interaktiv dargestellt? Spricht man über die eigenen Werte?

The bare minimum

Ein Großteil der untersuchten Unternehmen beschränkt sich auf ein Minimum an Kommunikationsarbeit. So stellen zwar 74 % ihr Unternehmen auf der IR-Seite vor und immerhin 52 % treffen Aussagen zu ihren Werten, aber nur 36 % kommunizieren, welche Bedeutung diese Werte für den wirtschaftlichen Erfolg haben. Eine Antwort, warum das Unternehmen Investor Relations betreibt und was es unter guter IR-Arbeit versteht, geben nur 42 %.

Tatsächlich entsteht an dieser Stelle der Eindruck, dass die Entwicklung weg von Road-Shows und Lounges hin zur digitalen Dialogplattform und Corporate Story auf der Website in den Investor Relations-Abteilungen nur langsam in Gang kommt. Es zeigt sich wie schon im vergangenen Jahr: IR erfüllt seinen Auftrag, aber eher in „Mehr Pflicht als Kür“-Haltung. Der Anspruch an Transparenz und Vollständigkeit ist zu erkennen, aber tiefergehende Informationen, die über stupide Kennzahlen und trockene Berichterstattung hinausgehen, finden sich nur bei wenigen Unternehmen.

Purpose: Das Warum ist entscheident

Was treibt ein Unternehmen an? Warum handelt es so, wie es handelt? Was ist der Zweck der Geschäftstätigkeit? Kann das Unternehmen seine Kunden dauerhaft begeistern? Diese Fragen stellen nicht nur Aktionäre, sondern sämtliche Stakeholder. In der Antwort suchen sie vor allem den Grad der Zukunftsfähigkeit. Wer seine Ziele und Werte konsequent nach außen trägt, vermittelt den eigenen Corporate Purpose, stärkt damit seinen Markenkern nachhaltig und bietet Gründe und Motivation für ein Investment.

Bei einigen Konzernen scheint der Grundstein für eine umfangreiche und nachhaltig wirksame digitale Finanzkommunikation gelegt zu sein: 41 % verweisen auf die eigene Corporate Story, 50 % beschreiben die Wertschöpfungskette auf der IR-Seite. Aber nur 52 % geben Gründe an, warum in die Aktie investiert werden sollte. Das ist zu wenig – Investor:innen wollen überzeugt werden. Auch bei der Präsentation der zahlenlastigen Inhalte besteht Nachholbedarf: Zwar zeigen 86 % die obligatorischen Kennzahlen, aber nur 36 % nutzen zur Darstellung eine smarte Infografik. 62 % greifen immerhin auf Testimonials von Stakeholdern zurück. Trotzdem sind fast alle analysierten IR-Seiten zurückhaltend, was zielführende Bildsprache, Bewegtbild und Aufforderungen zur Interaktion betrifft.

Empfehlung: Den Sprung wagen

Die Mehrheit der Unternehmen erledigt ihre Hausaufgaben auch bezüglich der Berichterstattung lediglich pflichtgemäß. Von innovativen Ideen und überzeugenden Investmentanreizen ist in der Website-Kommunikation jedoch wenig zu sehen. Hier müssen Unternehmen noch stärker zeigen, dass sie die digitale Transformation auch auf der eigenen Website vorantreiben. Wenn diese ihren Investoren auf den digitalen Kanälen eine durchgehend aussagekräftige und positive Shareholder Experience bieten, sind sie der Konkurrenz einen großen Schritt voraus – und dem Gewinn von neuen Anlegern deutlich näher.

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