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Service & Usability

Nutzerfreundlichkeit ist der Kern bei der Gestaltung von Websites. Wer Besuchern ein unterhaltsames und informatives Erlebnis bietet, wird ihnen im Gedächtnis bleiben und zur Wiederkehr motivieren – das ist seit Jahren Konsens. Wie gut diese Anforderungen auf IR-Websites umgesetzt werden, ist Thema des letzten Abschnitts unserer Erhebung.

Keine Frage: Finanzkommunikation ist zahlenlastig und oft gespickt mit Fachbegriffen. Doch nicht nur etablierte Anlageprofis und Analysten gehören zu den Zielgruppen der Investor Relations, auch andere Interessengruppen wie Journalisten, Jobsuchende oder die allgemeine Öffentlichkeit möchte mit verständlichen Informationen versorgt werden. Wir haben uns deshalb angeschaut, welche Service-Features auf IR-Websites angeboten werden. 

Wer suchet, der findet – nichts Brauchbares.

Die Auffindbarkeit einer Website ist entscheidend für eine erfolgreiche Zielgruppenkommunikation – nur Websites, die besucht werden, können Investoren ansprechen. Je nach Suchauftrag weisen hier die Unternehmen mal schlechtere, mal bessere Auffindbarkeit auf: 82 % erscheinen in den Top 10 bei der Google-Suchanfrage von Unternehmensnamen und dem Begriff Dividende. Bei der Eingabe von Unternehmensnamen und „Aktie“ erscheinen hingegen nur 54 % unter den Top 10. Das ist zu wenig – hier besteht klarer Nachholbedarf in der Website-Optimierung für Google.

Wenn die Google-Suche erfolgreich war und der User einmal auf der Website gelandet ist, ist die Ladezeit der Website entscheidend. Hier fand im vergangenen Jahr eine deutliche Verbesserung statt: Während 2020 nur 18 % eine angemessene Ladezeit für die Desktop-Geräte anbieten konnten, erfüllen dieses Jahr 74 % das Kriterium. Allerdings betrifft diese Verbesserung nur die Desktop-Version, in der mobilen Variante hängen fast alle Websites hinterher und bieten keine userfreundlichen Ladezeiten. Nur 6 % erfüllen das Kriterium „Pagespeed Mobil“.  

Digitale Hauptversammlung – gekommen, um zu bleiben.

Sowohl 2020 als auch 2021 wurde das wichtigste Investoren-Event des Jahres pandemiebedingt in den digitalen Raum verlegt. Ein Gesetz des Bundestages, das die virtuelle Hauptversammlung für bestimmte Zeit ermöglicht, wurde nun erneut im Herbst dieses Jahres bis August 2022 ausgeweitet. Doch wie gut sind die Konzerne nach knapp zwei Jahren Pandemie auf die virtuelle Hauptversammlung eingestellt, und wie gut gelingt es ihnen, dieses Event rein digital durchzuführen?

Eindeutig ist, dass die Konzerne sich zunehmend an die digitalen Notwendigkeiten gewöhnen. 96 % teilen Informationen zur vergangenen Hauptversammlung auf ihrer Website, bei 88 % gibt es sogar ein Archiv. Dass Inhalte zu Events ohne physische Präsenz im besten Fall über Bilder und Bewegtbilder zu transportieren sind, kommt schleichend in den IR-Abteilungen an. Immerhin stellen 80 % Videos zur Verfügung (Vergleich 2020: 64 %) und schon 42 Unternehmen (84 %) boten 2021 eine Liveübertragung der HV an (Vergleich 2020: 70 %). Im Jahresvergleich wurde jedoch dieses Jahr weniger auf Bilder zurückgegriffen: Nur 22 % zeigen auf ihrer Website Fotos von der HV. Und auch ein FAQ zur Hauptversammlung bieten nur 28 % der Konzerne an.

Nutzerfreundlichkeit und Medieneinsatz

Je nutzerfreundlicher eine Website gestaltet ist, desto lieber halten sich Besucher dort auf. Eine Website nutzerfreundlich zu gestalten, erfordert den Einsatz verschiedener Tools, die bisher von wenigen der 50 untersuchten Unternehmen tatsächlich genutzt werden.

Praktisch für die Terminplanung ist zum Beispiel die Option, Veranstaltungstermine direkt in den eigenen Kalender übertragen zu können. 66 % bietet diese Option bereits an. Online-Anmeldeformulare, mit denen sich Teilnehmer besonders schnell und unkompliziert für Veranstaltungen anmelden können, werden wiederum nur von zwei Unternehmen eingesetzt (4 %). Auf 48 % der Websites können User sich direkt zum IR-Newsletter anmelden, aber nur 34 % ermöglichen, dass Inhalte der Website per E-Mail geteilt oder weitergeleitet werden können. Da sich auf IR-Websites nicht selten viele Informationen in Form von Dokumenten ansammeln, ist es sinnvoll, den Besucher:innen den Überblick zu erleichtern: Bei 6 Unternehmen gibt es aus diesem Grund die Option, Dokumente in einen Warenkorb zu verschieben und später gesammelt herunterzuladen. Auch der Einsatz von interaktiven Medien bleibt verhalten: 44 % zeigen Videos auf ihrer IR-Website, aber nur 6 % nutzen die Möglichkeiten eines Podcast, um die eigene Zielgruppe anzusprechen.

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