Häufige Fragen
Der MR Benchmark analysiert seit über 15 Jahren die Presseportale der größten deutschen Konzerne. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Methodik, Ergebnissen und Einordnung.
Zur Studie und Methodik
Der MR Benchmark von NetFed analysiert jährlich die digitalen Presse- und Medienbereiche großer deutscher Unternehmen. Bewertet wird, wie gut die Angebote journalistische Recherche, Informationsvermittlung, Dialog und digitale Auffindbarkeit unterstützen. Für Kommunikationsverantwortliche bietet der Benchmark damit einen strukturierten Vergleichsrahmen, um das eigene Medienportal einzuordnen und relevante Entwicklungsfelder zu identifizieren.
Im MR Benchmark 2026 analysiert NetFed die digitalen Presse- und Medienbereiche von 50 großen deutschen Unternehmen. Die Auswahl umfasst die DAX40 sowie weitere bedeutende Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Dadurch entsteht ein branchenübergreifender Vergleich etablierter Corporate-Media-Angebote.
Die Bewertung gliedert sich in drei Bereiche: Informationen & Kennzahlen, Dialogfähigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Geprüft werden unter anderem Unternehmens- und Strategieinformationen, Kennzahlen, Storytelling, Pressemitteilungen, Pressekontakte, Social Media, Medienangebote, Such- und Filterfunktionen sowie Barrierefreiheit, Performance und KI-Readiness. Damit betrachtet der Benchmark sowohl redaktionelle und serviceorientierte als auch technische Anforderungen an moderne Media Relations.
Der MR Benchmark 2026 umfasst insgesamt 99 Kriterien. Sie werden nach ihrer Bedeutung für die digitale Medienarbeit unterschiedlich gewichtet. Zentrale Anforderungen an Information, Recherche, Dialog und Nutzung fließen stärker in die Bewertung ein als ergänzende Qualitäts- oder Innovationsmerkmale. So bildet die Gesamtwertung nicht nur die Anzahl vorhandener Funktionen, sondern deren Relevanz für ein leistungsfähiges Medienangebot ab.
Für jedes Kriterium ist eine konkrete Prüffrage definiert. Bewertet wird, ob die jeweilige Anforderung zum Zeitpunkt der Erhebung erfüllt ist. Erfüllte Kriterien gehen entsprechend ihrer Gewichtung in die Gesamtpunktzahl ein. Die Summe der gewichteten Kriterien bildet das Gesamtergebnis und die Grundlage für die Platzierung im Ranking.
Für jedes Kriterium ist eine konkrete Prüffrage definiert. Bewertet wird, ob die jeweilige Anforderung zum Zeitpunkt der Erhebung erfüllt ist. Erfüllte Kriterien gehen entsprechend ihrer Gewichtung in die Gesamtpunktzahl ein. Die Summe der gewichteten Kriterien bildet das Gesamtergebnis und die Grundlage für die Platzierung im Ranking.
Zu den Ergebnissen
Den ersten Platz im MR Benchmark 2026 belegt die Deutsche Telekom. Auf den weiteren Plätzen folgen Henkel, E.ON, Audi und Merck. Die Top 5 stehen beispielhaft für Medienangebote, die aktuelle Kommunikation, Hintergrundinformationen, Recherche- und Medienservices sowie technische Qualität konsequent miteinander verbinden.
Die führenden Angebote überzeugen vor allem durch das Zusammenspiel ihrer Inhalte und Services. Aktuelle Meldungen werden mit Unternehmensstrategie, Hintergrundinformationen, Fakten, persönlichen Perspektiven und passenden Medienassets verknüpft. Klare Strukturen, thematische Zugänge, Such- und Filtermöglichkeiten sowie schnell auffindbare Ansprechpartner erleichtern die professionelle Recherche. Hinzu kommt eine technische Umsetzung, die Inhalte zugänglich und maschinenlesbar bereitstellt.
Der MR Benchmark 2026 zeigt drei besonders relevante Entwicklungen: Presse- und Medienportale vermitteln Strategie und Unternehmensthemen stärker redaktionell, der Social-Media-Mix verschiebt sich weiter in Richtung LinkedIn sowie visueller Plattformen, und technische Qualität gewinnt für die Nutzung und Auffindbarkeit von Inhalten an Bedeutung. Dazu zählen insbesondere strukturierte Daten und KI-Readiness, Barrierefreiheit sowie eine gute Performance auf mobilen Endgeräten.
Eigener Vergleich
Mit dem MR-Check können Unternehmen ihr eigenes Presse- oder Medienportal anhand der Benchmark-Methodik einordnen lassen. Die Analyse zeigt, in welchen Bereichen das Angebot im Vergleich zu etablierten Corporate-Media-Standards bereits gut aufgestellt ist und wo konkretes Entwicklungspotenzial besteht. Der MR-Check ist auch für Unternehmen möglich, die nicht zu den 50 im MR Benchmark untersuchten Unternehmen gehören.
Ja. Die 99 Kriterien bilden zentrale Anforderungen an einen modernen Presse- und Medienbereich ab. Vieles davon ist keine Frage des Budgets, sondern guter redaktioneller und technischer Grundlagen: auffindbare Ansprechpartner, sauber strukturierte Inhalte, beschriebene Bilder, sinnvolle Verschlagwortung oder strukturierte Daten.
Der MR-Check zeigt deshalb weniger eine mögliche Platzierung als den Reifegrad des eigenen Angebots: Welche Anforderungen erfüllt Ihr Pressebereich bereits? Wo bestehen Lücken? Und was lässt sich mit überschaubarem Aufwand verbessern?
[Schlussfolgerung] Auch für kleinere oder nicht untersuchte Unternehmen ist das relevant: Bei einer Recherche zählt vor allem, ob Informationen auffindbar, verständlich und technisch zugänglich sind. Genau hier setzt der Vergleich mit den Benchmark-Kriterien an.