28. Juli 2023 | NetZwerg

Meet NetFed: Die Schönheit der Automatisierung 

IT-Experten können nicht alles reparieren, was ein Netzteil hat, und Systemadministration ist nichts für Sozialphobiker. Mehr über die rettenden Engel der Datenautobahn im Interview mit Marvin Müllenbach.

Interview mit unserem Systemadministrator Marvin 

NetFed: Was musst Du als Systemadministrator draufhaben und was sollte einem Spaß machen in diesem Job?  

Marvin: Man braucht generell Spaß an technischen Dingen, ein technisches Grundverständnis. Und – wie in jedem Job – man sollte Spaß haben an dem, was man tut, sonst ist man nicht mit vollem Elan dabei. Was nicht jeder mitbringt, ist die Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Offen zu sein hilft weiter. Man sagt, dass manche IT-ler eher menschenscheu veranlagt seien, aber das ist keine hilfreiche Eigenschaft. 

NetFed: Was denken andere, was Systemadministrator:innen wissen oder tun, was aber eigentlich gar nicht zum Job gehört? 

Marvin: Was mir gerne mal privat passiert ist, dass Leute denken, dass ich generell für alle elektrischen Geräte zuständig bin und dass ich wissen muss, wie sie funktionieren. Zum Beispiel: „Hier, das Ding hat ein Netzteil, also bist Du dafür zuständig.“  „Schau mal, mein Fernseher geht nicht mehr!“ Natürlich kann ich danach schauen, aber da bin ich auch erst mal ratlos … Tatsächlich habe ich aber schon ein gutes technisches Verständnis. Kürzlich ging es um eine Küchenwaage bei meiner Oma. „Marvin, kannst Du sie reparieren, sie geht nicht mehr?“ Ich habe mich drum gekümmert, danach hat sie wieder funktioniert. 

NetFed: Dann bist Du der rettende Engel, also derjenige, der alles wieder zum Laufen bringt, der Daten wieder herstellt usw. Braucht man ein Helfersyndrom, wenn man diesen Job macht? Oder gibt es auch andere Aspekte am Job, die einen glücklich machen?  

Marvin: Ich helfe gerne Leuten. Zum Beispiel wenn sie Angst haben, dass alle ihre Daten weg sind, und ich sie dann doch irgendwie wieder retten kann. Ich kann mich dann mitfreuen. Aber es gibt auch einfach die Freude an der erfolgreichen Fertigstellung eines Projekts. Wenn wir eine neue Webseite veröffentlichen, dann denke ich manchmal: “Hey, das läuft, das hast du bereitgestellt”. Vielleicht habe ich auch etwas neues Technisches implementiert und das hilft Menschen bei ihrer täglichen Arbeit. Automatisierungsthemen sind immer schön, denn da geht es darum, sich die Arbeit und das Leben etwas zu erleichtern. Man erstellt einmal die Automatisierung und ist dann schneller, produktiver und effizienter. Das kann zum Beispiel die Automatisierung der Auslieferung von Software auf neuen oder bestehenden Systemen sein. 

NetFed: Nun bist Du meistens derjenige, der die anderen happy macht, dadurch, dass Du hilfst, etwas reparierst oder einfacher machst. Einmal andersherum gedacht: Was können die anderen denn tun, um Dich glücklich zu machen? Wie könnten zum Beispiel die Leute aus dem Team helfen oder Dich unterstützen? 

Marvin: Das ist bei NetFed sehr angenehm. Man bekommt immer ein supernettes Feedback: „Mega, es läuft wieder!“ und „Danke Dir!“. Es wird nicht als selbstverständlich angesehen, sondern die Kolleg:innen sind wirklich froh und bedanken sich. Mehr will man da gar nicht. Und ansonsten gilt: “Augen auf im Straßenverkehr!” Ja, es gibt Dinge, die sind für mich selbstverständlich, aber für andere eben nicht. Ein Klassiker: auf irgendwelche dubiosen Links klicken, die z.B. Schadsoftware enthalten – das passiert schon mal ganz gerne.  

NetFed: Was ist privat Dein Ausgleich zum Alltag mit IT-Problemen?  

Marvin: Es ist hin und wieder mal schön, eine Runde Motorrad zu fahren oder sich abends mit Freunden zu treffen und einfach abzuschalten. Vielleicht kann es auch mal eine Runde Gaming am Computer sein. Ich verbringe relativ viel Freizeit am Rechner – ungefähr 50 Prozent. Als IT-Experte ist man meist mit dem Computer beschäftigt, abends wird etwas gebastelt und experimentiert oder man liest sich in ein neues Thema ein. 

NetFed: Du bist derzeit der Jüngste im NetFed-Team. Genießt Du noch einen Welpenbonus oder bekommst du durch Deine Funktion schon eher eine Weisenfunktion zugeschrieben?  

Marvin: Ich glaube den Welpenbonus hatte ich vom Gefühl her nie. Ich wurde immer komplett ernst genommen. Niemand hat gesagt: „Der ist zehn Jahre jünger als ich, was will der mir schon sagen?“. Das war von Anfang an sehr angenehm, man war immer auf Augenhöhe. Das ist auch heute noch so, das hat sich nicht geändert. 

NetFed: Was denkst Du generell über NetFed?  

Marvin: NetFed ist einfach ein cooler Haufen. Die Leute sind alle sehr aufgeschlossen, man wird herzlich empfangen. In den ersten Tagen kommen die Leute gleich auf Dich zu. Gerade während der Covid-Pandemie wurdest Du proaktiv angerufen, sie haben sich vorgestellt, man hat sich unterhalten. Das ist eine offene und herzliche Firma. 

NetFed: Zum Tag der Systemadministrator:innen kommt eine gute Fee und sagt: „Marvin, Du hast einen Wunsch frei.“ Was würdest Du Dir wünschen? 

Marvin: Der Tag der Systemadministrator:innen sollte ein gesetzlicher Feiertag sein! 

Das Interview führte Sarah Nellen 

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