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20. Januar 2026 | Christian Berens

Wenn KI Unternehmensinhalte interpretiert, zählt Substanz – wie Sie Ihre Website KI-ready machen 

Beitrag: Wenn KI Unternehmensinhalte interpretiert, zählt Substanz – wie Sie Ihre Website KI-ready machen 

KI hat die Regeln der Unternehmenskommunikation neu geschrieben. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr durch Reichweite, sondern durch Substanz. Wie Corporate Communications jetzt umdenken müssen – und warum Ihr perfekt recherchierter Geschäftsbericht trotzdem unsichtbar bleiben könnte.

KI hat die Suche zur Antwortmaschine gemacht. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr durch Masse oder Reichweite, sondern durch Substanz, Struktur und Glaubwürdigkeit. Wer Inhalte klar, konsistent und zitierfähig aufbereitet, gewinnt Deutungshoheit – in Presse, IR, HR und ESG gleichermaßen. 

Der Paradigmenwechsel: Von Treffern zu Antworten

  • Früher: Sie steuern Wahrnehmung über Pressearbeit, SEO, Kampagnen. 
  • Heute: KI verdichtet Inhalte zu Antworten – und priorisiert die verlässlichsten Referenzen. 
  • Konsequenz: Corporate Websites, Reports, Fachseiten und Pressebereiche werden zum Primärmaterial für KI. Wer dort klar, konsistent und maschinenlesbar kommuniziert, erscheint in Antworten – wer nicht, bleibt unsichtbar. 

Sichtbarkeit entsteht über Substanz, nicht Masse 

  • Qualität schlägt Quantität: KI bewertet Klarheit, Konsistenz, Nachvollziehbarkeit. 
  • Struktur zahlt direkt ein: Semantik, Markups, eindeutige Datenfelder und Q&A-Formate erhöhen die Wahrscheinlichkeit, in Antworten zu erscheinen. 
  • Glaubwürdigkeit ist messbar: Klare Quellen, Datumsstempel, Autorenschaft, Kontakt- und Impressumsinformationen stärken Vertrauen.

Wenn KI Unternehmensinhalte interpretiert, zählt Substanz 

Oder: Wie Sie mit Ihrer Corporate Website nicht zum „Arrival"-Moment werden 

Erinnern Sie sich an „Arrival"? Amy Adams muss darin als Linguistin herausfinden, wie Außerirdische Sprache verstehen – nicht, indem sie lauter spricht, sondern indem sie deren Logik begreift. Genau das erleben Unternehmen gerade mit KI: Es geht nicht darum, mehr Content zu produzieren, sondern verständlich zu kommunizieren. Für ein System, das Kontext, Struktur und Präzision über alles schätzt. 

Die Spielregeln haben sich geändert. Was früher über Suchergebnisse, Pressearbeit oder direkte Kommunikation funktionierte, läuft heute zunehmend über KI-basierte Antworten. Für Unternehmen stellt sich eine neue, zentrale Frage: 

Sind unsere Inhalte so aufbereitet, dass KI sie korrekt versteht und zuverlässig wiedergibt? 

Von der Reichweite zur Relevanz: Der neue Sichtbarkeitsfilter 

Früher zählte vor allem eins: Reichweite. Viele Klicks, viele Impressionen, viele Verlinkungen. Heute verschiebt sich der Fokus radikal. Klassische Reichweitenmechanismen verlieren an Gewicht, während Corporate Websites, Reports und Fachseiten zu den maßgeblichen Referenzpunkten für belastbare Informationen werden. 

KI-Systeme greifen genau dort zu – aber nicht wahllos. Sie bevorzugen Inhalte, die: 

  • Strukturiert aufbereitet sind 
  • Präzise formuliert wurden 
  • Konsistent über verschiedene Bereiche hinweg bleiben 

Das Ergebnis: Nicht die Menge entscheidet über Sichtbarkeit, sondern Qualität, Struktur und Glaubwürdigkeit

Warum historisch gewachsene Inhalte zur Stolperfalle werden 

In vielen Organisationen sind Inhalte über Jahre organisch gewachsen. Unterschiedliche Fachbereiche, unterschiedliche Logiken, unterschiedliche Detailtiefen. Für Menschen noch halbwegs navigierbar – für KI-Systeme entstehen jedoch Brüche: 

  • Zahlen ohne Kontext: Was bedeutet „25% Wachstum" ohne Basisjahr oder Definition? 
  • Texte ohne eindeutige Zuordnung: Ist das jetzt die aktuelle Unternehmensstrategie oder ein Archivtext? 
  • Formate, die nicht zitierfähig sind: PDFs ohne HTML-Pendant, Tabellen ohne Überschriften, Abschnitte ohne Permalinks 

Das größte Risiko liegt nicht in falschen Aussagen – sondern darin, überhaupt nicht berücksichtigt zu werden. Ihr perfekt recherchierter Geschäftsbericht? Unsichtbar, wenn er strukturell nicht erfassbar ist. 

Nicht alle Inhalte sind gleich: IR ist nicht Presse ist nicht HR ist nicht ESG 

Ein häufig unterschätzter Punkt: KI bewertet Inhalte nicht pauschal, sondern kontextabhängig. Was in der Investor-Relations-Kommunikation relevant und zitierfähig ist, unterscheidet sich fundamental von dem, was in der Karriere-Kommunikation zählt. 

Beispiele: 

Investor Relations 

  • Erwartet: Konsistente KPI-Historien, Ausblicke, Governance-Daten 
  • Zitierfähig durch: Tabellarische KPIs mit Einheiten, Glossar, HTML neben PDF 

Presse/Medien 

  • Erwartet: Nachrichtenwert, Zitate, Fact Sheets, Bild-Assets, Pressekontakt 
  • Zitierfähig durch: Strukturierte Pressemitteilungen mit Datum, Zitatblöcken, Alt-Texten 

HR/Karriere 

  • Erwartet: Employee Value Proposition, Benefits, Rollenprofile, FAQs 
  • Zitierfähig durch: Strukturierte Job-Daten, klare Begriffe, Standortlogik 

ESG/Nachhaltigkeit 

  • Erwartet: Materialität, Ziele, Fortschritte, Methodik 
  • Zitierfähig durch: Zieltabellen mit Baseline, Statuslogik, Scope-Definitionen 

Wer diese Unterschiede ignoriert, erzeugt Sichtbarkeit an der falschen Stelle – oder gar nicht. 

Benchmarking als Realitätscheck: Was gut aussieht und was gut funktioniert 

Aus mittlerweile fast zwei Jahrzehnten Benchmark-Erfahrung mit den größten deutschen Unternehmen wissen wir: Es gibt klare Muster, welche Inhalte und Formate in welchen Fachbereichen erwartet werden – und wo typische Schwachstellen liegen. 

Diese Perspektive verändert den Blick auf KI grundlegend: 

KI ist kein IT-Thema. KI ist ein Spiegel Ihrer bestehenden Kommunikationsqualität. 

Was vorher schon strukturell angelegt war – im Guten wie im Schlechten – wird jetzt sichtbar, oder eben nicht. Der Unterschied: Früher haben es vielleicht ein paar Analyst:innen oder Journalist:innen bemerkt. Heute entscheidet es darüber, ob Ihre Inhalte überhaupt in Antworten auftauchen. 

Der NetFed KI-Readiness-Check: Vier Dimensionen, die zählen 

Unser Ansatz bewertet keine Tools, sondern die Fähigkeit Ihrer Inhalte, in KI-Antworten vorzukommen – entlang von vier zentralen Dimensionen: 

  1. Struktur & Semantik
    Klarer Aufbau, sinnvolle Markups, eindeutige Frage-Antwort-Formate, Permalinks für Abschnitte, HTML-Pendants zu kritischen PDFs. 
  2. Content-Qualität 
    Präzise, konsistente und aktuelle Zahlen. KPI-Glossar mit Definitionen. Klare Datums- und Versionshinweise. Single Source of Truth statt Redundanzen. 
  3. Sichtbarkeit & Verlinkung
    Autorität der Quelle, nachvollziehbare Referenzen, interne Crosslinks zwischen IR/ESG/HR/Presse, saubere Medienhygiene. 
  4. Zugänglichkeit
    Performance, mobile Nutzbarkeit, Barrierefreiheit, strukturierte Daten (Organization, Article, JobPosting, Event), Alt-Texte und Tabellenformate. 

Das Ergebnis: Eine priorisierte Maßnahmenliste mit Aufwand/Nutzen-Bewertung, Content-Patterns und modulare Vorlagen je Fachbereich, Governance-Empfehlungen und ein KPI-Set für messbare KI-Sichtbarkeit. 

Die Antworten darauf sind weniger technisch – aber strategisch entscheidend

Fazit: KI belohnt Klarheit – nicht Lautstärke 

Zurück zu „Arrival": Am Ende lernt Amy Adams nicht nur die Sprache der Aliens – sie verändert durch das Verständnis ihre gesamte Weltsicht. 

Ähnlich ist es mit KI und Unternehmenskommunikation. KI ersetzt keine Kommunikationsstrategie. Aber sie verstärkt deren Wirkung – oder ihre Schwächen

Wer heute in Struktur, Präzision und Vergleichbarkeit investiert, sichert nicht nur Sichtbarkeit, sondern Deutungshoheit. Und genau darum geht es in der nächsten Phase digitaler Unternehmenskommunikation. 

Wer heute in Struktur, Präzision und Vergleichbarkeit investiert, sichert nicht nur Sichtbarkeit, sondern Deutungshoheit. Und genau darum geht es in der nächsten Phase digitaler Unternehmenskommunikation. 

Die Frage ist nicht mehr: Wie laut können wir kommunizieren? 

Sondern: Wie klar sind wir verstehbar? 

Wie NetFed unterstützt 

  • KI-Readiness-Check: Vom Quick-Scan (2–4 Wochen) bis zur Programm-Roadmap 
  • Benchmarking: State-of-the-Art für IR, Presse, HR und ESG 
  • Umsetzung: Content-Patterns, semantische Modelle, Markups, Governance 
  • Enablement: Schulungen, Verantwortlichkeiten, wiederverwendbare Bausteine 

FAQ – kurz und prägnant

Wie Unternehmen Inhalte so strukturieren, dass KI sie korrekt versteht, zitiert und in Antworten anzeigt.

Qualität, Struktur, Glaubwürdigkeit und Zugänglichkeit – nicht die Menge.

Investor Relations, Presse/Medien, HR/Karriere und ESG/CSR – jeweils mit eigenen Standards. 

Struktur & Semantik, Content-Qualität, Sichtbarkeit & Verlinkung sowie Zugänglichkeit. 

FAQs mit klaren Antworten, KPI-Glossar, HTML-Pendants zu PDFs, Permalinks/IDs, strukturierte Daten. 

Eine führende Stelle für Zahlen/Definitionen, auf die andere verlinken, statt sie zu duplizieren. 

Sie machen Abschnitte zitierfähig und erhöhen die Chance, in Antworten aufzutauchen. 

Mit einem KI-Quick-Scan in 2–4 Wochen mit priorisierter Maßnahmenliste. 

KI-Readiness-Check, Benchmarking, Umsetzung von Content- und Semantik-Patterns sowie Team-Enablement und Prompt Monitoring 

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Bild: nf-person-christian

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