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Fazit

Fakten sind wie Schallplatten. Du musst sie auflegen und abspielen.
Almost Famous (2000) 

Corporate Social Responsibility genießt inzwischen einen zentralen Stellenwert in der Online-Kommunikation der 50 größten deutschen Unternehmen. Es tut sich aber eine Schere auf zwischen Image einerseits und Fakten andererseits. Zwei Beispiele hierzu: Fast 90 Prozent der Unternehmen äußern sich zu Inklusionsthemen. Nur 26 Prozent liefern auch Fakten dazu. 66 Prozent der Unternehmen sprechen über Biodiversität. Nur 32 Prozent bieten Kennzahlen zu Biodiversität an. Möglicherweise entstehende Unterstellungen: Es hapere an der Umsetzung, es gebe etwas zu verbergen, Ziele würden nicht erreicht, postulierte Anliegen würden faktisch nicht ernstgenommen, Themen würden zu reinen Imagezwecken gesetzt, etc.  

Der Faktenmangel zieht sich durch: Insgesamt gibt es zu wenig Fakten zur Umsetzung selbstgesteckter Ziele, sowohl im sozialen als auch im ökologischen Bereich. Es gibt wenig Kennzahlentools, kaum Mehrjahresvergleiche und kaum Visualisierungen von Lieferketten und Wertschöpfungsketten. Die Konsequenz daraus: Es ist schwierig, das soziale und ökologische Handeln des Unternehmens zu verstehen, zu vergleichen und zu beurteilen. 

Das bedeutet, viele Unternehmen wissen sehr wohl, wie sie mit dem Image der Verantwortung punkten können, bleiben aber die konkreten Fakten zur Umsetzung der sozialen Ziele und Nachhaltigkeitsziele schuldig.  

Einen ähnlichen Widerspruch zwischen Schein und Sein finden wir im Umgang mit der digitalen Verantwortung. Digitale Ethik wird zum Trendthema. Trotzdem sehen wir kaum Unternehmen, die bereits Leitlinien zum Umgang mit KI formuliert haben oder zumindest daran arbeiten, die Auseinandersetzung mit Corporate Digital Responsibility im Unternehmen thematisch und personell zu verankern. Wir gehen davon aus, dass sich CDR nach einem Findungsprozess mittelfristig dem CSR-Bereich angliedern wird. 

Wenn die Verankerung von CSR in der Unternehmensstrategie zur Bedingung für den Geschäftserfolg wird, dann muss folglich die Hauptaufgabe der Unternehmensleitung sein, in einem ersten Schritt zu ihren CSR-Kennzahlen zu stehen und diese zu veröffentlichen. In einem zweiten Schritt kann dann die Lücke zwischen Image und Realität nach und nach geschlossen werden. 

Sie sehen Handlungsbedarf für sich oder haben Fragen zu Themen oder Tools? Sprechen Sie uns gerne an. Wir helfen Ihnen gerne weiter und unterstützen Sie bei der Umsetzung. 

Sie wollen im Detail wissen, wie Ihr Unternehmen in unserer Studie abgeschnitten hat? Hier geht es zum Online-Workshop. 

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