16. März 2022 | NetZwerg

Interview: Das digitale Schaufenster der Siemens AG

Schon im Ranking 2020 hat die Corporate Website von Siemens sehr gut abgeschnitten und Platz 5 belegt. 2021 wurde noch einal eine Schippe draufgelegt, die digitale Unternehmenskommunikation auf das nächste Level gehoben: Die Siemens AG belegt im Corporate Benchmark 2021 Platz 2. Ein passender Anlass, um bei Lynette Jackson, Head of Communications bei Siemens, nachzufragen, was sich im letzten Jahr getan hat.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz in unserem Corporate Benchmark 2021. Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr (Platz 5) nochmal weiterentwickelt. Können Sie uns beschreiben, welche Maßnahmen Sie in den letzten 12 Monaten auf der Corporate Website veranlasst haben?

Ich bin sehr stolz auf unser Team und freue mich darüber, dass wir dieses Jahr den zweiten Platz belegen. Wie vieles in der Kommunikation, ist das das Ergebnis von echtem Teamwork und Zusammenarbeit. Als Kommunikationsteam ist es unsere Aufgabe, die Positionierung von Siemens als fokussiertes Technologieunternehmen zu unterstützen. Und unsere Unternehmenswebsite ist dabei ein wichtiger Kanal, den wir kontinuierlich weiterentwickeln. Sie ist inhaltlich nun noch enger an Kundengeschichten angelegt, die den Mehrwert unserer Produkte demonstrieren, und stärker an der Nutzerfreundlichkeit orientiert. Mit wenigen Klicks können die Besucherinnen und Besucher die für sie relevanten und auf sie zugeschnittenen Informationen finden. Und das in einem ansprechenden Design, denn schließlich ist Siemens.com unser digitales Schaufenster für die Welt. Das Team arbeitet weiter daran, das digitale Erlebnis für die User weiter zu verbessern.

Der Prozess der Digitalisierung wird von Siemens unaufhaltsam vorangetrieben. Welche Rolle spielt Digitalisierung bei Ihnen in der Unternehmenskommunikation?

Siemens verbindet die realen und digitalen Welten wie kein anderes Unternehmen. Wir schaffen Technologien, die unsere Kunden befähigen, ihre Industrien zu transformieren. Wie bei den allermeisten Unternehmen haben die letzten zwei Jahre durch die Corona-Pandemie noch mal einen unglaublichen Schub in der digitalen Zusammenarbeit ausgelöst. Ich bin beeindruckt von der Pionierarbeit, die die Unternehmenskommunikation bei Siemens in den letzten Jahren bei der Digitalisierung der Kommunikation geleistet hat. Wir nutzen Technologien, um die Automatisierung der Kommunikation für die Planung und Umsetzung unserer Kommunikationsmaßnahmen weiter voranzutreiben. Basierend auf Machine Learning (ML) und Künstlicher Intelligenz (KI), verknüpfen wir auf unserer globalen Landing Page Nutzerdaten und den bestmöglichen Inhalt, um die Webseite für jeden Besucher zu individualisieren und so die User Journey zu verbessern. Daher wird Innovation gerade für uns als Technologieunternehmen auch in Zukunft wichtig sein.

Das Thema CSR ist in aller Munde. Inwiefern sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Ihren CSR-Aktivitäten und dem eigenen wirtschaftlichen Erfolg?

Wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Nachhaltigkeit ist ein Kernanliegen von Siemens – wir haben vor 175 Jahren mit dem Gedanken von Technologien, die den Menschen dienen, begonnen, und das ist auch heute noch unser Kern. Es ist keine Option, sondern ein unternehmerischer Imperativ. Im letzten Sommer haben wir unser DEGREE-Rahmenwerk vorgestellt, das Nachhaltigkeit aus allen Winkeln beleuchtet. Damit setzen wir uns ehrgeizige Ziele zugunsten all unserer Stakeholder zu den zentralen Themen Umwelt, Soziales und Governance. Und es ist eine spannende Herausforderung, dies kommunikativ zu begleiten.

Nun leben wir schon fast zwei Jahren in einer pandemischen Lage. Welche wichtigen Erkenntnisse können Sie aus den letzten beiden Jahren gewinnen? Was lief bei Ihnen in der Unternehmenskommunikation besser – welche Dinge sind ausbaufähig?

Die letzten beiden Jahre waren von großen unternehmerischen Meilensteinen geprägt. Denken Sie nur an den erfolgreichen Spin-off des Energiegeschäfts, die reibungslose Staffelübergabe an unseren neuen CEO Roland Busch und sein Führungsteam sowie die virtuelle Durchführung von Jahrespressekonferenz, Hauptversammlung und Kapitalmarkttag sowie Tausende von Kundenkontakten – das alles mehrheitlich in virtuellen Formaten. Intern unterstützen wir die Transformation des Unternehmens durch das Einbeziehen der Mitarbeiter – auf neue Art und Weise, gerade weil sie nicht mehr täglich ins Büro kommen konnten. Das alles größtenteils aus dem Homeoffice zu schaffen, ist absolut bemerkenswert und verdient große Anerkennung. Aber natürlich fehlt der persönliche Austausch. Als Kommunikatorinnen und Kommunikatoren sind wir natürlich „soziale Wesen“. Der persönliche Kontakt fehlt und wir alle freuen uns darauf, ihn wieder zu haben, sobald die Pandemie es zulässt. Wir suchen weiterhin nach den besten Tools, um die gesamte Kommunikations-Community von Siemens einzubinden und zu koordinieren, um die Effizienz zu verbessern und einheitlich zu bleiben. Ich bin unglaublich stolz auf das, was das Team in den letzten zwei Jahren erreicht und geleistet hat.

Vielen Dank, Frau Jackson, für das Interview.

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