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25. Juni 2026 | Christian Berens

Fünf CR-Auftritte, bei denen man sofort weiß, woran man ist 

Beitrag: Fünf CR-Auftritte, bei denen man sofort weiß, woran man ist 

Im CR Benchmark 2026 trennt sich die Spitze vom Feld nicht durch mehr Inhalte, sondern durch bessere Orientierung. Ein Blick auf die fünf CR-Auftritte, die zeigen, wie aus Berichten Verständnis wird.

Die Top 5 des CR Benchmark 2026 und was ihre Auftritte auszeichnet.

Auf den meisten Nachhaltigkeitsseiten großer Konzerne ist alles da. Ziele, Maßnahmen, Berichte, Kennzahlen, sauber sortiert. Und trotzdem bleibt am Ende oft eine Frage offen: Wofür steht das Unternehmen eigentlich? Fünf Auftritte beantworten sie, bevor man sie stellt. Sie stehen 2026 an der Spitze. Wir zählen von Platz fünf nach oben. 

Die Top 5 des CR Benchmarks
  • Platz #5 - REWE Group
  • Platz #4 - BASF
  • Platz #3 - Merck
  • Platz #2 - Deutsche Bahn
  • Platz #1 - Deutsche Telekom

REWE Group, Platz 5. Die REWE Group bleibt dort, wo die Leute sind. Sortimente, Lieferketten, Verpackungen, Tierwohl, Ernährung. Verantwortung wird nicht im Abstrakten verhandelt, sondern an Entscheidungen festgemacht, die jeder vom eigenen Einkauf kennt. Dadurch findet sehr unterschiedliches Publikum einen Anschluss, von der Fachleserin bis zur Kundin am Regal. Nähe schlägt hier Vollständigkeit. 

BASF, Platz 4. BASF verzahnt Nachhaltigkeit mit Strategie und Steuerung und denkt dabei über das eigene Werkstor hinaus. Der Auftritt erklärt, wie ein Chemieunternehmen mit seinen Produkten auch die Transformation ganzer Kundenindustrien beeinflusst. Das ist sperriger Stoff. BASF macht daraus eine Linie, der man folgen kann, statt einer Materialschlacht, in der man sich verliert. 

Merck, Platz 3. Merck erzählt Nachhaltigkeit aus dem, was das Unternehmen ausmacht: Wissenschaft, Technologie, verantwortungsvolles Unternehmertum. Der Auftritt zeigt nicht den fertigen Bericht, er zeigt den Weg dahin. Es wird gemessen, gesteuert und in Produkte übersetzt. Haltung trifft auf Methode, und plötzlich wirkt Nachhaltigkeit nicht wie eine Pflichtübung neben dem Kerngeschäft, sondern wie ein Teil davon. 

Deutsche Bahn, Platz 2. Der größte Sprung der Spitzengruppe, von Rang neun auf Rang zwei. Die DB erklärt Nachhaltigkeit konsequent aus dem eigenen Geschäftsmodell. Klimaschutz, Ressourcen und Lärm stehen gleichberechtigt neben Barrierefreiheit, Vielfalt und Sicherheit im öffentlichen Raum. Zusammen ergeben sie ein Bild davon, wofür ein Mobilitätskonzern in der Gesellschaft geradesteht. Und wo viele Auftritte bei der nackten Kennzahl aufhören, vertieft die DB sie mit Inhalten, bis aus einer Zahl eine Entwicklung wird. So liest sich Fortschritt, statt nur behauptet zu werden. 

Deutsche Telekom, Platz 1. Die Telekom behandelt ihren CR-Bereich wie eine Plattform, die lebt. Es gibt einen Weg hinein über harte Daten und einen über Geschichten, News und Erklärformate, und beide führen ans Ziel. Die eigentliche Handschrift liegt woanders. Die Telekom verbindet Nachhaltigkeit mit ihrer digitalen Rolle. Datenschutz, Sicherheit, digitale Teilhabe und KI stehen hier selbstverständlich unter dem Dach der Verantwortung. Für einen Telekommunikationskonzern ist das die ehrlichste Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet er über Nachhaltigkeit spricht. Sie kommt aus dem eigenen Geschäft und nicht aus dem Leitbild-Baukasten. 

Fünf Konzerne, fünf Wege, ein gemeinsamer Nenner. Sie behandeln ihre CR-Seite nicht als Lager für Berichte, sondern als Eingang in ein Thema. Sie belegen am eigenen Geschäftsmodell, warum Nachhaltigkeit für sie dazugehört, statt es nur zu behaupten. Und sie führen, statt nur abzulegen. Die Frage vom Anfang, wofür ein Unternehmen eigentlich steht, lassen sie gar nicht erst offen. Das ist kein Designtrick und kein zusätzliches Reporting. Es ist die Entscheidung, verstanden werden zu wollen.

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